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Ostermontag – Erkannt im gebrochenen Brot: Vom langsamen Verstehen und dem anderen Wiedersehen
Der Ostermontag erzählt von einem Weg. Von zwei Jüngern, die enttäuscht, traurig und voller Fragen Jerusalem verlassen. Vom Gefühl, alles verloren zu haben – obwohl das Entscheidende bereits geschehen ist. Und von einem Dritten, der sich ihnen unbemerkt anschliesst. Jesus geht mit – aber sie erkennen ihn nicht (Lk 24,16). Diese Begebenheit auf dem Weg nach Emmaus berührt besonders jene, die erhöht neurosensitiv und tief wahrnehmend durchs Leben gehen. Denn sie erzählt von ei
rogertroger
21. Apr. 20253 Min. Lesezeit
Ostersonntag – Wenn der Stein sich bewegt
Am Ostermorgen geschieht etwas Ungeheuerliches. Die Frauen gehen im ersten Licht des Tages zum Grab – und finden es geöffnet. Der Stein, der am Freitag Abend noch kalt und schwer das Grab Jesu verschlossen hatte, ist weggewälzt . Was sie dort finden, ist keine Leiche. Keine bleibende Dunkelheit. Sondern ein leerer Ort – und ein göttliches Wort: „Er ist nicht hier. Er ist auferstanden“ (Lk 24,6). Für viele Menschen – besonders für vielwahrnehmende Persönlichkeiten – ist dieser
rogertroger
20. Apr. 20252 Min. Lesezeit
Karsamstag – Die heilige Leere: Vom Aushalten zwischen Kreuz und Auferstehung
Karsamstag ist der stillste Tag des Kirchenjahres. Kein Gottesdienst, keine Handlung, keine Stimme von Gott. Der Vorhang ist gefallen, das Grab ist versiegelt, und das Licht der Hoffnung scheint erloschen. Es ist ein Tag, der in seiner Leere fast vergessen geht – dabei spricht er besonders zu denjenigen, die empfindsam, verletzlich und tief wahrnehmend durch das Leben gehen. Karsamstag ist der Tag für alle, die nicht vorschnell trösten wollen, sondern bereit sind, im Dazwisch
rogertroger
19. Apr. 20252 Min. Lesezeit
Karfreitag – Der Schrei der Stille
Karfreitag ist der tiefste Punkt des christlichen Kirchenjahres. Ein Tag der Stille, der Erschütterung, des Abschieds. Für viele neurosensitive Menschen ist Karfreitag ein besonderer Tag – nicht weil er leicht zu ertragen wäre, sondern gerade deshalb, weil er die Spannung aushält, die sie täglich erleben: zwischen Licht und Dunkel, Hoffnung und Schmerz, Anerkennung und Ablehnung. Es ist ein Tag, der ambivalent bleibt – und gerade dadurch tief berührt. Vom Hosianna zum „Kreuzi
rogertroger
18. Apr. 20253 Min. Lesezeit
Gründonnerstag – Gemeinschaft im Angesicht der Dunkelheit
Der Gründonnerstag markiert in der christlichen Tradition den Beginn des österlichen Triduum – jener drei Tage, in denen das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi gefeiert und betrachtet werden. Er ist ein Tag der Gegensätze: Der Abend der innigsten Gemeinschaft und zugleich der Stunde des Verrats. Für neurosensitive Menschen, die intensiver wahrnehmen, tiefer empfinden und oft verletzlicher sind, berührt dieser Tag besonders – und konfrontiert zugleich mit existe
rogertroger
17. Apr. 20253 Min. Lesezeit
Palmsonntag zwischen Jubel und Kreuz
1. Einführung Palmsonntag markiert den feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem – begleitet von Jubelrufen, ausgebreiteten Kleidern und Palmzweigen, Symbolen des Sieges und der Hoffnung. Nur wenige Tage später kippt die Stimmung: Die Rufe der Menge wandeln sich von „Hosanna“ zu „Kreuzige ihn“. Diese abrupte Wende ist mehr als nur eine historische Episode – sie offenbart Grundstrukturen menschlichen Verhaltens und bringt auch für vielwahrnehmende Menschen wesentliche Impulse mit s
rogertroger
13. Apr. 20253 Min. Lesezeit
Valentin und die wahre Bedeutung der Liebe
Der Valentinstag: Mehr als ein Fest der Romantik Der Valentinstag wird von vielen als Tag der romantischen Liebe verstanden, an dem Blumen und Geschenke im Mittelpunkt stehen. Doch die Wurzeln dieses Tages gehen weit tiefer und tragen eine theologische sowie gesellschaftliche Dimension, die es sich lohnt, neu zu entdecken. Für mich hat dieser Tag zudem eine persönliche Bedeutung, da einer meiner allernächsten Menschen den Namen Valentin trägt. Sein Name erinnert mich jedes Ja
rogertroger
14. Feb. 20253 Min. Lesezeit
Mariae Lichtmess – Ein Fest mit zeitloser Relevanz
Mariae Lichtmess, auch bekannt als Darstellung des Herrn oder Fest der Reinigung Marias, wird am 2. Februar gefeiert. Dieser Feiertag hat tiefe Wurzeln in der christlichen Tradition und bietet gleichzeitig einen reichen Fundus an Anregungen, die in unseren modernen Alltag – auch für nicht-gläubige Menschen – integriert werden können. Der theologische Hintergrund Das Fest Mariae Lichtmess geht auf die biblische Erzählung in Lukas 2,22-40 zurück. Vierzig Tage nach der Geburt Je
rogertroger
1. Feb. 20253 Min. Lesezeit
Erinnern, Erkennen, Handeln: 80 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz
Einleitung: Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 80. Mal. Ein Tag, der uns nicht nur an die unermesslichen Schrecken erinnert, sondern auch Fragen nach unserer heutigen Verantwortung aufwirft. Was bedeutet "Nie wieder" in unserer Zeit? Wie können wir sicherstellen, dass die Erinnerung lebendig bleibt? Historische Verantwortung und ethische Mahnung: Auschwitz steht wie kaum ein anderer Ort für die dunkelste Seite der Menschheitsgeschi
rogertroger
24. Jan. 20252 Min. Lesezeit
Gedanken zur Taufe Jesu am 12. Januar 2025...
Die Taufe des Herrn, Neurosensitivität, Intuition und geistige Teams Am 12. Januar 2025 feiert die Kirche das Fest der Taufe des Herrn. Dieser Tag markiert das Ende der Weihnachtszeit und erinnert an die Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer. Dieses Ereignis ist nicht nur ein Wendepunkt im Leben Jesu, sondern auch eine tief symbolische Handlung, die unser Verständnis von Identität, Berufung und Spiritualität berührt. Es bietet eine Gelegenheit, über erhöhte Neurosens
rogertroger
10. Jan. 20253 Min. Lesezeit
Gedanken zum Weihnachtsfest...
Gerade erhöht neurosensitive Menschen stellen sich angesichts der Gegebenheiten in Nah und Fern die Frage, ob es sich ziemt das Weihnachtsfest im Überfluss zu begehen. Dass Überfluss nicht die totale Völlerei ins Auge nimmt, sondern einen Zustand vor dem Auge hat, in welchem der Mensch in totalem Frieden mit sich selbst, der Umwelt und Gott lebt, sollte sich von selbst verstehen. Nichtsdestotrotz bleibt die Frage gerade für Vielwahrnehmende, ob es sich bei den ganzen Kriegen,
rogertroger
24. Dez. 20242 Min. Lesezeit
Martin von Tours (11. November)
Mit 15 Jahren (331 n. Chr.) trat Martin in die römische Armee ein und diente in der Garde unter Constantius II. Bevor er mit 18 Jahren die Armee verliess, spielte sich die berühmte Szene, in welcher Martin mit einem Bettler seinen Mantel teilte, ab. Der 17-Jährige war im Norden des heutigen Frankreichs stationiert. An einem eiskalten Tag im Winter ritt er gerade zum Stadttor hinaus, als er einen armen Mann traf, der keine Kleider anhatte. Der Bettler sprach ihn an und bat um
rogertroger
10. Nov. 20242 Min. Lesezeit
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